Archiv: Die Zoogeschichte

Ein Einakter von Edward Albee

 

Eine Inszenierung, die uns sehr lange begleitet hat. Premiere: 2000.

Zwei Männer, Peter und Jerry, treffen an einer Bank im Central Park New York aufeinander. Peter ist wohlsituierter Familienvater und möchte eigentlich nur in Ruhe im Sonnenschein lesen. Jerry ist ein einsamer, scheinbar asozialer Kaputter und hyperaktiv. Er verwickelt Peter in ein Gespräch, redet auf ihn ein und erzählt ihm Geschichten über Geschichten, die auf absurde Weise Peters eigenes Leben widerspiegeln.

Wie hypnotisiert lässt sich Peter auf einen tödlichen Streit mit Jerry um die Bank ein. Es kommt zum Kampf bis auf's Messer, der eine überraschende Wende nimmt...

"Die Zoogeschichte" zeigt grell die Vereinsamung und Verzweiflung moderner, alleingelassener Großstadtmenschen sowie die Hilflosigkeit und versteckte Gewalttätigkeit des "anständigen Bürgers".

 

 

Die Zoogeschichte

 

 

Herzlichen Dank für die Förderung duch die Continental AG, Hannover
Premiere: 22. Januar 2000 im Mittwoch:Theater

 

Regie: Tim von Kietzell

Peter: Ernst Klipp

Jerry: Peter W. Kelm

 

 

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Presse

 

"SHOWDOWN AN DER PARKBANK ... Ein fesselndes Stück feierte unter der Regie des jungen Heißsporns Tim von Kietzell (30) Premiere. ... Ein Volltreffer!"

Neue Presse Hannover am 24. Januar 2000



Das Mittwoch-Theater erzählt die "Zoogeschichte"

Zum Sterben wird die Bühne plötzlich in gelbes Licht gefärbt. Denn wenn Jerry sich am Ende in Peters Messer stürzt, ändert sich die Beleuchtung. Kurz darauf legt sich im hannoverschen Mittwoch-Theater, wo Edwrad Albees "Zoogeschichte" als Gastspiel des "KlippKelm-Theaters" am Sonntagabend Premiere hatte, flackerndes weißes Licht auf die Zuschauer. Sitzt dort etwa jemand, dem dasselbe wie Peter geschehen könnte?

Peter, das ist in der Inszenierung von Regisseur Tom von Kietzell ein mit Strickjacke, Pfeife und Buch bewehrter Bildungsbürger und Mittelschicht-Amerikaner, der sich auf einer Parkbank einfach nur ein wenig entspannen möchte. Doch dann taucht der vereinsamte Außenseiter Jerry auf. Er bringt Peters geruhsame Welt ins Wanken, verwickelt ihn erst in ein Gespräch und dann in einen Streit.

Ernst Klipp gibt einen blassen, braven Peter, der erst spät von der Situation überfordert wird und außer sich gerät. Peter Wolfgang Kelm spielt einen unterkühlten, dann plötzlich wieder aggressiven Jerry. Er verleiht seiner Figur krankhafte Züge, unterdrückt mühsam Schmerzen, zuckt zusammen oder beginnt zu zittern.

Von Kietzell bleibt in seiner Inszenierung dem psychologischen Realismus verpflichtet. Der Regisseur ändert Bühnenbild (zwei Parkbänke) und Beleuchtung fast gar nicht. Außer beim Auftritt von Jerry. Und am Ende, wenn das Licht gelb wird. bar

Hannoversche Allgemeine Zeitung, 24.01.2000



Pressearchiv: Die Zoogeschichte

 

"EXPRESSIVES UND HAUTNAHES THEATER ... Das ging unter die Haut: TheaterErlebnis brillierte mit `Zoogeschichte´ im Lebensgarten.... Unter der Regie von von Kietzell geben Kelm (Jerry) und Klipp (Peter) vom Besten. .... Das Publikum ging fasziniert und gegraust mit; in seiner Begeisterung erzwang es sich fünf Vorhänge."

Die Harke - Nienburger Zeitung am 19. September 2000